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Lenkdrachen-24

Lenkdrachen-Glossar: Fachbegriffe einfach erklärt

Von Anstellwinkel bis Zenit: die wichtigsten Begriffe rund um Lenkdrachen, Lenkmatten und Tricks, kurz und verständlich erklärt.

Kurz gesagt

Hier findest du die Begriffe, die in Herstellerangaben und in unseren Vergleichen vorkommen: Windstärken, Material, Bauteile und die wichtigsten Tricks. Jeder Begriff hat einen eigenen Link, zum Beispiel Waage oder RTF.

A

Anstellwinkel
Der Winkel, in dem das Segel gegen den Wind steht. Bei Zweileinern legt ihn die Waage fest, bei Vierleinern steuerst du ihn während des Flugs über die Griffe. Mehr dazu: Waage einstellen.
Axel
Trick, bei dem sich der Drache flach mit dem Bauch nach unten einmal um 360 Grad dreht. Er beginnt und endet in einem Stall mit der Nase nach oben. Mehr dazu: Lenkdrachen-Tricks lernen.

B

Beaufort (Bft)
Skala für die Windstärke von 0 bis 12. Lenkdrachen fliegen meist zwischen 1 und 6 Bft. 3 Bft entsprechen 12 bis 19 km/h. Die ganze Tabelle steht im Einsteiger-Vergleich. Mehr dazu: Windstärke zum Drachensteigen.
Bodenanker
Spieß oder Haken, an dem du die Leinen beim Aufbauen oder in einer Pause am Boden festmachst. Damit startet der Drache nicht von allein.
Bremsleinen
Die hinteren Leinen bei Vierleiner- und Trainermatten. Ziehst du sie, bremst die Matte oder fliegt rückwärts.
Bruchlast
Die Last, bei der eine Leine reißt, meist in kp oder daN angegeben. Die Hersteller nennen für jeden Drachen eine passende Leinenstärke. Mehr dazu: Drachenleinen.

C

Carbon (CFK)
Gestänge aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. Leichter und steifer als GFK, der Drache reagiert direkter und fliegt bei weniger Wind. Bei harten Abstürzen bricht Carbon eher. Mehr dazu: Drachen reparieren.

D

Delta
Dreieckige Drachenform mit der Nase vorn. Fast alle Zweileiner sind Deltas.
Dyneema
Markenname einer Faser aus hochfestem Polyethylen. Leinen daraus dehnen sich kaum, der Drache setzt deine Lenkbewegung dadurch genauer um. Mehr dazu: Drachenleinen.

E

Einleiner
Klassischer Drachen an einer einzigen Schnur. Er steht am Himmel, lässt sich aber nicht lenken.

F

Fade
Trick, bei dem der Drache auf dem Rücken liegend schwebt: Bauch nach oben, Nase zu dir, die Leinen laufen über die Leitkante. Mehr dazu: Lenkdrachen-Tricks lernen.
Flugfertig
Siehe RTF.

G

Gestänge
Alle Stäbe eines Drachens: Leitkanten, Spreizen, Mittelstab und Stand-offs. Mehr dazu: Lenkdrachen aufbauen.
GFK
Glasfaserverstärkter Kunststoff. Schwerer als Carbon, dafür biegsam, günstig und unempfindlich bei Abstürzen. Für den Einstieg kein Nachteil.

H

Hybrid-Gestänge
Mischung aus Carbon- und GFK-Stäben. Leichter als reines GFK, verzeiht aber mehr als reines Carbon.

I

Icarex
Markenname eines beschichteten Polyester-Segeltuchs. Es dehnt sich kaum und hält seine Form, deshalb ist es bei Trickdrachen verbreitet. Mehr dazu: Lenkdrachen für wenig Wind.

K

Kite-Killer
Siehe Sicherheitsleine.
kp (Kilopond)
Alte Einheit für Kraft, bei Drachenleinen für die Bruchlast üblich. 1 kp entspricht etwa 9,81 Newton. Mehr dazu: Drachenleinen.

L

Lee und Luv
Lee ist die Seite, die vom Wind abgewandt ist, Luv die Seite, aus der der Wind kommt. Der Drache fliegt immer in Lee, du stehst mit dem Rücken zum Wind.
Leinenlänge
Für den Einstieg sind 20 bis 25 m üblich. Ohne Erlaubnis darf die Leine höchstens 100 m lang sein (§ 20 LuftVO). Mehr dazu: Wo darf man Drachen steigen lassen?.
Leitkante
Die vordere Kante des Segels von der Nase zu den Flügelspitzen, mit Stäben verstärkt. Englisch: Leading Edge.
Lenkbar
Querstange, an der beide Leinen hängen, statt zweier Schlaufen. Lässt sich bei größeren Matten besser dosieren und hat oft eine Sicherheitsleine.
Lenkmatte
Lenkdrachen ohne Stäbe. Stoffkammern füllen sich im Wind mit Luft, ähnlich wie bei einem Gleitschirm. Nichts kann brechen, dafür zieht eine Matte stärker als ein gleich großer Drachen. Zum Lenkmatten-Vergleich.

N

Nase
Die vordere Spitze eines Delta-Drachens. Sie ist meist verstärkt, weil sie bei Abstürzen zuerst aufkommt.

P

Powerzone
Die Mitte des Windfensters direkt vor dir. Dort fliegt der Drache am schnellsten und zieht am stärksten. Mehr dazu: Lenkmatte fliegen lernen.

R

Ripstop
Gewebe mit eingewebtem Gitter aus stärkeren Fäden. Ein Riss läuft dadurch nicht weiter. Meist aus Nylon oder Polyester. Mehr dazu: Drachen reparieren.
RTF und R2F
Ready to Fly, also flugfertig. Meist sind Leinen und Schlaufen oder Griffe dabei. Manche Hersteller meinen damit bei Trickdrachen nur den fertig aufgebauten Drachen ohne Leinen, deshalb immer den Lieferumfang prüfen.

S

Schlaufen
Handschlaufen an den Enden der Leinen, meist farbig markiert für links und rechts. Bei kleinen Drachen und Matten die einfachste Art zu lenken.
Segel
Die Bespannung des Drachens, meist aus Ripstop-Nylon oder beschichtetem Polyester.
Sicherheitsleine
Eine Leine zwischen Handgelenk und Lenkbar oder Griff. Lässt du los, fällt die Matte drucklos zu Boden, statt davonzufliegen. Auch Kite-Killer genannt. Mehr dazu: Lenkmatte fliegen lernen.
Spannweite
Breite des Drachens von Flügelspitze zu Flügelspitze. Bei Matten sagt die Fläche in m² mehr über die Zugkraft.
Spreize
Querstäbe, die das Segel seitlich spannen. Die meisten Deltas haben eine obere und eine untere Spreize. Mehr dazu: Lenkdrachen aufbauen.
Stall
Der Drache steht fast ohne Fahrt in der Luft, flach im Wind und mit der Nase nach oben. Ausgangspunkt vieler Tricks. Mehr dazu: Lenkdrachen-Tricks lernen.
Stand-offs
Kurze Stäbe zwischen unterer Spreize und Hinterkante des Segels. Sie geben dem Segel sein Profil. Mehr dazu: Lenkdrachen aufbauen.

T

Trickdrachen
Leichter Zweileiner, gebaut für Figuren wie Axel und Fade. Fliegt oft schon bei 1 Bft. Zum Trickdrachen-Vergleich.

U

UL, STD und Vented
Varianten desselben Drachenmodells für verschiedene Windstärken. SUL (Super-Ultralight) und UL (Ultralight) sind leichter gebaut und fliegen bei sehr wenig Wind. STD ist die Standardversion. Vented (VTD) hat offene Netzeinsätze im Segel und verträgt mehr Wind.

V

Vierleiner
Lenkdrachen oder Matte mit vier Leinen an zwei Griffen. Damit steuerst du auch den Anstellwinkel, der Drache kann rückwärts fliegen und auf der Stelle stehen. Zum Vierleiner-Vergleich.

W

Waage
Leinensystem zwischen Drachen und Flugleinen. Es legt fest, in welchem Winkel der Drache im Wind steht. Wird der Einstellpunkt verschoben, ändern sich Zug, Tempo und Leichtwindverhalten. Mehr dazu: Waage einstellen.
Windbereich
Die Spanne zwischen der niedrigsten und der höchsten Windstärke, für die der Hersteller einen Drachen angibt, zum Beispiel 2 bis 6 Bft. Mehr dazu: Windstärke zum Drachensteigen.
Windfenster
Der Bereich, in dem der Drache fliegen kann: eine Viertelkugel in Lee vor dir, deren Radius die Leinenlänge ist. Die Ränder heißen Kante, der höchste Punkt Zenit. Mehr dazu: Lenkmatte fliegen lernen.

Z

Zenit
Der höchste Punkt im Windfenster, über dir. Dort hat der Drache kaum Zug und lässt sich parken. Mehr dazu: Lenkmatte fliegen lernen.
Zweileiner
Die häufigste Lenkdrachen-Art: ein Drachen an zwei Leinen. Ziehst du links, fliegt er nach links. Zum Einsteiger-Vergleich.